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Mehr erneuerbare Energie aus Schweizer Steckdosen (BFE, 2015)

Bericht zur Stromkennzeichnung 2013

Der Strom, den die Schweizerinnen und Schweizer aus ihren Steckdosen beziehen, stammt zu 51% aus Wasserkraft, zu 30% aus Kernenergie, zu 4% aus neuen erneuerbaren Energiequellen und zu rund 2% aus Abfällen und fossilen Energieträgern. Für 13% des gelieferten Stroms sind Herkunft und Zusammensetzung nicht überprüfbar. Dies zeigt der vom Bundesamt für Energie veröffentliche Bericht zur Stromkennzeichnung im Jahr 2013.

Teaser: Mehr erneuerbare Energie aus Schweizer Steckdosen (BFE, 2015)

Der gesamtschweizerische Lieferantenmix 2013 zeigt einen Anteil an erneuerbaren Energien von 54.5% auf. Im Jahr 2011 waren es noch 43.3%. Der Anteil Nicht-erneuerbarer Energien betrug im Jahr 2013 30.9%. Im Jahr 2011 hat er 43.4% betragen.

Zur Entwicklung des schweizerischen Lieferantenmixes zwischen den Jahren 2005 bis 2013 können folgende Kernaussagen gemacht werden:

  • Der Anteil erneuerbarer Energie ist um 20% gestiegen.
  • Der Anteil nicht erneuerbarer Energie ist um 12% gesunken.
  • Der Anteil nicht überprüfbarer Energie ist um 8% gesunken.
Im Produktionsmix sind die Veränderungen deutlich geringer als im Lieferantenmix. Der Produktionsmix wird in der kurzen Frist im Wesentlichen durch meteorologische und technische Gegebenheiten beeinflusst. Im Jahr 2013 hat die Wasserkraft im Produktionsmix 56.8% ausgemacht und die gesamte übrige erneuerbare Energieproduktion lediglich 1.5% betragen.
Im Jahr 2005 wurde ein Anteil von 21% an nicht überprüfbaren Energieträgern gemessen, im Jahr 2011 hat dieser Anteil noch 11.8% betragen. Im Jahr 2013 ist der Anteil nicht überprüfbarer Energieträger wieder auf 13.4% gestiegen. Dieser Anstieg der nicht überprüfbaren Energieträger zwischen 2011 und 2013 widerspiegelt, dass in diesen beiden Jahren zahlreiche grössere Endkunden ihre Energie neu am Markt bezogen haben und sich dabei mit günstigem Strom aus nicht überprüfbaren Energieträgern eingedeckt haben.


BFE (2015): Gesamterhebung Stromkennzeichnung 2013. Analyse der gesamtschweizerischen Stromkennzeichnung 2013 sowie Vergleich der in der Schweiz produzierten Elektrizität mit der in der Schweiz verwendeten Elektrizität. Auftraggeber: Bundesamt für Energie BFE, Bern.

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