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Die Reform der SCNAT
SCNAT - The House of Sciences


Seit einigen Jahren befindet sich das gesamte wissenschaftspolitische Umfeld der Schweiz in Bewegung. Konkret bedeutet dies für die Akademie, dass sie nicht mehr nur Geld an die Wissenschaftsgruppen verteilen kann, sondern wissenschaftspolitische Leistungen produzieren und sich gleichzeitig mit einem angepassten Leistungsprofil in der sich wandelnden Hochschullandschaft positionieren muss.

 

Die Vielfalt der bereits in einem ähnlichen Bereich tätigen Institutionen wie die drei Schwesterakademien (SAGW, SAMW und SATW), Science et Cité, TA-Swiss und der Wissenschaftsrat lässt die Notwendigkeit der Konzentration der Kräfte, die auch politisch verlangt wird, deutlich erkennen. Darum hat die Akademie der Naturwissenschaften Schweiz (SCNAT) schon vor zwei Jahren damit begonnen auf diese Veränderungen einzugehen. Nur so kann sie das neue Umfeld aktiv mitgestalten.

 

Die SCNAT ist mit den Jahren immer weiter gewachsen. Über 25 Fachgesellschaften und 29 kantonale sowie regionale naturforschende Gesellschaften gehören bereits dazu. Ein einheitliches, unverkennbares Profil stellt daher eine grosse Herausforderung dar. Im Laufe der Reform ist immer klarer geworden, dass die mannigfaltigen Organisationen der SCNAT zu grösseren Einheiten zusammengeschlossen werden müssen. Einerseits, um die Kräfte zu bündeln und andererseits um das naturwissenschaftliche Netzwerk in klar fassbare Organe zu gliedern.

 

Dafür haben die SCNAT und ihre Mitglieder im 2006 einen grossen Schritt gewagt: Die Statuten der fast zweihundertjährigen Institution wurden vollständig revidiert und damit an die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts angepasst. Die umfangreichen, teils kontroversen Diskussionen über Ziele und Aufgaben der Organisation haben damit ein Ende genommen: der neue Fokus der Akademie(n) mit den Kernaufgaben Früherkennung, Ethik und Dialog sowie der zentralen Grundaufgabe der Förderung der Naturwissenschaften als Kulturgut sind nun statutarisch fixiert. Die Bündelung der Organisationseinheiten in so genannte Plattformen mit jeweils einem Präsidium und einer professionellen Geschäftsstelle nehmen bereits Gestalt an.


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